Mittwoch, 16. Juli 2008

Granada

Nach einer endlosen Reise mit der Renfe (Span. Eisenbahn) über Madrid nach Granada sind wir um 22:30 endlich in Granada angekommen. Auch hier wimmelt es von Touristen und deshalb haben wir uns gleich in eine kleine einsame Gasse verzogen, wo wir eine coole Bar fanden. Eine der wohl besten Traditionen in Granada ist die, den Gästen zu jedem Getränk GRATIS Tapas zu servieren. So haben wir uns dann in verschiedenen Bars sattgegessen und es hat uns nur unsere Nüchternheit gekostet, da man nur bei einem neuen Drink noch mehr der Tapas bekommt. Das war es uns aber wert.
Am nächsten Morgen sind wir dann zur Alhambra hinaufmarschiert, gesehen haben wir sie aber nicht. Riesige Menschenmengen stehen stundenlang an, um ein Ticket für irgendwann zu kaufen. Denn es geht nicht einfach Eintritt zu bezahlen und dann auch einzutreten. Wenn man ein Ticket kauft, steh darauf ein Datum und eine Uhrzeit. Zu dieser Zeit, und nur dann, kann man die Alhambra betreten, um sich Schulter an Schulter mit den anderen Touris durch die Anlage zu schieben, die übrigens so angelegt ist, dass man von außen überhaupt nichts sehen kann. Naja wir haben uns dann mit einem Bierchen und köstlichen Patatas Bravas getröstet und dabei wieder einmal einen müden Spanier bei seiner Siesta beobachtet. Dieses Bild will ich euch nicht vorenthalten HIHI.



Wir wurden von vielen Seiten, besonders aber von Spaniern selbst gewarnt, dass der Süden Spaniens in den Sommermonaten kein besonders lohnendes Ziel ist. Massentourismus, hohe Preise und eine extrem hohe Kriminalität also gröhlende Betrunkene, Abzocke an jeder Ecke und Taschendiebe (PS: liebe Grüße an Erika M.). Um uns das zu ersparen, haben wir beschlossen unsere Reise mit ein paar schönen und ruhigen Tagen in Barcelona ausklingen zu lassen.

Dienstag, 15. Juli 2008

Santiago DC und Salamanca

Nach einer bis jetzt 13 taegigen Reise waren wir nun endlich am Ende der Welt (Cabo Fisterra), wo wir gleich eine Kaerntnerin kennengelernt haben, die gerade den Camino beendet hatte.

Das Ende der Welt

Nun ging es weiter nach Santiago, das wir beide schon neugierig erwarteten. So: Santiago istr eine herrliche Stadt. Im mittelalterlichen Kern wimmelt es von Pilgern, Touristen und Strassenkuenstlern. Wir haben uns nach der sehr anstrengenden Fahrt durch dass galizische Wildland an einer sonnigen Terrasse bei Tapas und Wein erholt, bevor wir uns in der bislang guenstigsten aber auch grausslichsten Unterkunft fuer den Abend fertiggemacht haben.



Am Abend trafen wir uns wieder mit der Kaerntnerin und einem finischen Freund von ihr zum Essen und Trinken. (In Santiago ist eine Portion Whisky gerade so gross, wie Platz im Glas ist - ca. 7 facher in OE.). Nach einer sehr lauten Nacht , machten wir uns dann auf den Weg nach Portugal, das wir nach mehrstuendiger, erfolgloser Suche nach einem billigen Hotel (dort gibt es nur 4 Stern) wieder verliessen um in der Kleinstadt Ciudad Rodrigo, (ca. 16.000 EW.) nahe der Grenze, zu uebernachten. Am naechsten Morgen ging es dann nach Salamanca, wo wir nach einigem Herumirren bei der Suche nach den Bahnhof, nach mehr als 1500 km Autofahrt unseren treuen Fiat endlich los waren. Salamanca ist wieder eine sehr coole Stadt mit mittelalterlichen Kern.


Der Plaza Mayor bei NachtDie Fassade der wohl bekanntesten Uni der Welt

Schade nur, dass es hier vor Touristen (hauptsaechlich Amis) nur so wimmelt. Dementsprechend hoch sind hier auch die Preise, die zwar noch immer billiger sind als in Oe. aber nicht soo guenstig wie wir es aus dem Norden gewohnt waren. Am 16. geht es dann wieder in den Sueden und zwar ueber Madrid (nur zum umsteigen, allerdings auf einen Bahnhof am anderen ende der Stadt) nach Granada!

Freitag, 11. Juli 2008

Endlang der asturischen und galizischen Küste

Keine Zeit. Bisschen erschoepft. Nur soviel: Sind wieder mit dem Auto unterwegs, da wir uns Asturiens beruehmte Kuesten genauer ansehen wollten und das war es wirklich Wert. Auch unser Hotel, in einer einsamen Bucht, nahe dem 1500 Einwohnerstarken Dorf Cudillero war Bilderbuchreif.

Blick vom Hotel aus aufs Meer

Asturien ist eindeutig dass schoenste Stueckchen Spanien, dass wir bis jetzt gesehen haben. Leider erweist es sich als ausserst schwierig Fotos hochzuladen, aber spaetestens zu Hause werdet ihr ja alle sehen. Jetzt sind wir gerade in Laxe, einem kleinen Fischerort (ca. 3000 EW.) an der galizischen Westkueste.
Hier haben wir, die wir glaubten uns bei Meeresfrüchten auszukennen, ganz neue kulinarische Erfahrungen gemacht. Das passiert, wenn man neben Muscheln, Garnelen und anderen bekannten, auch unbekannte Dinge wie Necoras oder Santiaguinos bestellt. So sehen Diese Leckerchen aus:

Necora

Santiaguino

Gewöhnungsbedürtig in der Optik aber sehr köstlich auf dem Teller. Beide werden übrigens kalt serviert und man braucht ein bisschen Geschick und Werkzeug.

Auf dem Teller sehen die Dinger dann übrigens so aus:



Hier eine kleine Auswahl von Buchten, die wir entlang der asturischen und galizischen Küste bewundert haben. Besonders beachtenswert sind dabei die Menschenmengen, die sich am Strand suhlen!




Dienstag, 8. Juli 2008

¡Santander!

Heute ging um 6 Uhr unser Wecker ab, da wir den ersten Zug aus Bilbao nehmen wollten. Um 6 Uhr 50 waren wir bereits im Bahnhofskaffee und um ca. 8 Uhr verliessen wir endlich diesen Ort in Richtung Santander, wo wir drei Stunden spaeter auch ankamen (3 Stunden fuer ca. 100 km - ViVA FEVE!). Santander macht einen sehr netten Eindruck. Wir haben auch gleich ein Zimmer in einer Pension bekommen, in der die Besitzerin gerade mit ihren Freundinen vor dem Fernseher sitzt. Eigentlich ist diese Pension eher eine grosse Wohnung in der einige Zimmer vermietet werden. Dazu wurden im nachhinein Baeder eingebaut, die von aussen eher einer Sauna aehnlich sind. Und - besonders wichtig - wir sehen das Meer von unserem Zimmer aus!
Hier werden wir wahrscheinlich 2 Naechte bleiben um uns vom Bilbao-Schock zu erholen. Der weitere Plan steht noch nicht fest irgendwann werden wir aber dann in Santiago de Compostela landen.

Hier einige eindrücke von Santander:


Ausblick aus unserem Zimmer

Des Spaniers Heiligstes: Die Siesta

Am Hafen

Die wunderschöne Bahia de Santander

Auch in Santander gibt es wieder herrliche Pintxos und köstlichen Wein. Am Abend versammeln sich ballspielende Kinder, alte Ehepaare, junge Verliebte und Freunde auf dem Plaza de Canadio um hier die kühle Abendluft zu genießen, zu flirten, zu pintxen, zu tapearen und zu trinken.



Montag, 7. Juli 2008

¡Bilbao!

Hier wollen wir euch nur ganz kurz informieren den Bilbao ist keine 10 Zeilen Wert. Es ist die "grausslichste Stadt, die wir je gesehen haben. Dreckig, laut und es stinkt ueberall nach sch....e! Die Menschen hier sind zwar auch sehr freundlich scheinen aber einem Gruselkabinet entsprungen zu sein. Keine Spur von spanischer Grazie und Eleganz.
Nun haben wir doch eine Stadt gefunden, die uns weniger gefaellt als Wien!

Long story short - wir haben gleich beschlossen am naechsten Tag weiter zu fahren und ab morgen sind wir dann in Santander und endlich mal wieder am Meer!

Unser Zimmer und der Gang- schön oder?

¡Hasta Luego Logroño!

Logroño ist wirklich eine total geile Stadt. Auch am zweiten Abend sind wir wieder zufallig in ein Open Air Konzert gestolpert. Diesmal war es eine lokale, junge Gruppe die eine coole Mischung aus psychodelic- folk - rock zum Besten gab.



Dort lernten wir auch einen Argentinier, Gaston oder so aehnlich kennen, der uns den Tipp gab, spaeter zum Plaza de Mercado zu gehn, denn dort sollte irgendetwas passieren. So war es auch. Eine oertliche Artistic-Theatergruppe bot eine unbeschreiblich beeindruckende Show.


Eröffnung und ...



... Finale einer grandiosen Show

Am naechsten und leider letzten Abend in Logroño machten wir eine Pintxo-Tour durch das dafuer beruehmte Viertel. Unbeschreiblich! Eine Geschmacksexplosion folgte der naechsten und Preise zum "abschnallen". Nur ein paar Beispiele: 1 Sidra (Most) + 4 Achterl besten Riojas + 3 Pintxos mit Ananas und Garnelen (sehr koestlich!!) um 9,80 €. Oder 1 caña (kleines Bier) und ein Achterl Rioja in einer anderen Bar um zusammen 1,80 €. Und zuletzt 2 Achterl Rioja wieder in einer anderen Bar um ZUSAMMEN 1,40 €.




Nun ja, Heute (07.07.2008) verabschiedeten wir uns wehmutig von dieser beeindruckenden Stadt in Richtung Baskenland nach Bilbao.

Da wussten wir noch nicht, was uns erwartet!

Samstag, 5. Juli 2008

Logroño (siehe Karte im Post The route)

Logroño ist eine sehr beeindruckende Stadt mit ca. 140.000 Einwohnern. Die Hauptstadt der Autonomia la Rioja wirkt mit seinen immer huebschen, gestylten und wohl parfumierten Bewohnern wie eine riesige freiluft Modeschau in Mailand. Dazwischen sieht man immer wieder wie Esel bepackte schwitzend schnaufende Peregrinos (Pilger) die auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela hier durchwandern.


Auf unserem ersten Spaziergang durch die Stadt wurden wir von mehreren Radfahrern ueberrascht, die laut laermend eine der groessten Strassen Logroños blockierten. Diese Szenen sind uns auch aus Graz vom "Critical Mass" bekannt.



Schon am ersten Abend genossen wir ein koestliches Glas besten Rioja-Weines im Parque de Espolon, wo wir auch gleich in ein Open Air Konzert gerieten und eine ausserst interessante Mischung aus africanischer- und einer Art Bluesmusik hoerten.





Bis Montag bleiben wir noch in dieser faszinierenden Stadt. Danach geht es mit dem Bus (wenn wir diesmal einen Platz bekommen) weiter nach Bilbao!